Beyond
Budgeting
Beyond Budgeting ist ein von der
internationalen Forschungsgemeinschaft Beyond Budgeting
Round Table (BBRT) entwickeltes Management-Modell.
Seit 1998 untersucht und begleitet der BBRT
überdurchschnittlich erfolgreiche Unternehmen, die für
ihre Unternehmessteuerung Alternativen zum
traditionellen Management-Modell entwickelt haben. Die
Management-Innovationen dieser Unternehmen hat der
BBRT zu einem Management-Modell mit 12 kohärenten
Prinzipien verdichtet.
Beyond Budgeting versteht sich als zukunftsgerichtete
Alternative zum traditionellen Management-Modell. Eine
Alternative, die erfolgreiche Unternehmen bereits erkannt
und umgesetzt haben. Die traditionelle funktionale
Aufbauorganisation mit Führung nach dem
"Kommando-und-Kontroll"- Prinzip ist der Dynamik und
Komplexität des 21. Jahrhunderts immer weniger gewachsen.
Das sogenannt tayloristische Modell ist auf
Effizienzsteigerung ausgelegt, die heutigen
Herausforderungen heissen jedoch Komplexität und Dynamik.
Beyond Budgeting wurde und wird oft auf die Abschaffung von
Budgets reduziert und von manchen sogar als Aufforderung
zur Abschaffung von Planung missverstanden. Das Modell
umfasst jedoch mehr als die simple Abschaffung von starren
Budgets: Es beschreibt einen alternativen Weg, Unternehmen
zu führen. Beyond Budgeting regt dazu an, über sein eigenes
Management-Modell nachzudenken. Und es eröffnet damit neue
Perspektiven auf Führung und Steuerung.
Budgets in Frage zu stellen bedeutet gemäss dem
amerikanischen Management-Professor Charles Horngren, das
gesamte Modell von Steuerung und Führung einer Organisation
zu hinterfragen und möglicherweise auch zu verändern. Es
sind tiefgreifende Veränderung, die Organisationen aller
Art mit Hilfe des Beyond Budgeting-Ansatzes anstreben.
Dieser Wandel geht mit radikaler Dezentralisierung von
Entscheidungen und der Implementierung hochgradig adaptiver
Prozesse sowie einer Abkehr von traditionellen Formen des
Controllings und Performance Managements einher. Beyond
Budgeting ist somit ein Management-Modell, das die
komplexen und dynamischen Wettbewerbsbedingungen besser
berücksichtigt als das Kommando-und-Kontroll-Modell und
Unternehmen ermöglicht, im Vergleich zur Konkurrenz
nachhaltig mehr Leistung zu erzielen.
Bericht
im iO-Magazin: Wie Spitzenunternehmen geführt werden
Balanced Scorecard
Der Harvard-Professor Robert S. Kaplan und der
Unternehmensberater David P. Norton stellten in den
neunziger Jahre fest, dass finanzielle Indikatoren für die
Steuerung der Strategieumsetzung nicht geeignet waren. Sie
entwickelten aus diesem Grund mit der Balanced Scorecard
ein Performance Measurement Konzept, das auch Indikatoren
aus den Perspektiven Kunden, Interne Prozesse sowie Lernen
& Entwicklung gleichberechtigt mit den finanziellen
Kenngrössen berücksichtigt.
Sehr rasch hat sich die Balanced Scorecard zu einem
umfassenden Management-Konzept zur Steuerung der
Strategieumsetzung weiter entwickelt. Die von Kaplan/Norton
entwickelten fünf Grundsätze der strategiefokussierten
Organisation sind heute anerkannte Best Practice im
Strategiemanagement:
1. Mobilisierung der Organisation (Klärung von Vision,
Mission, Werten und Strategie, Top-Management-Committment
für die Strategie-Umsetzung)
2. Operationalisierung der Strategie mit Balanced Scorecard
(Strategische Ziele, Strategielandkarte, Messgrössen,
Zielwerte, Aktionen)
3. Ausrichtung der Organisation auf die Strategie
(Ausrichtung und Synergieentwicklung von Funktions- und
Geschäftseinheiten)
4. Strategie als Tagesgeschäft für alle
(Zielgruppengerechte Kommunikation der Strategie,
Integration der Strategie in die Zielvereinbarungen)
5. Strategie als kontinuierlicher Prozess (Integration der
Strategie in den Führungsprozess, Strategisches Lernen)
Die Verbreitung der Balanced Scorecard nimmt laufend zu und
ist heute das am weitesten verbreitete Instrument des
strategischen Managements. Weitere Informationen zum Thema
Balanced Scorecard finden Sie unter www.bcp.ch